Nach dem Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer Bau, sprach Dr. Thomas Huber, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, über die aktuellen Herausforderungen des Bauens in Bayern.
Die Zukunft aktiv gestalten
In der ersten Keynote setzte der Futurologe Max Thinius dann einen klaren Akzent mit seinem Vortrag „Die Zukunft kommt nicht – wir gestalten sie!“ Er warb für einen Perspektivwechsel: weg vom reinen Reagieren auf Trends, hin zu einer aktiven Gestaltung von Zukunft mit Hilfe von Technik im Dienst des Menschen. Nicht die Frage „Wie mache ich meine Branche zukunftsfähig?“ ist entscheidend, sondern: „Wie kann ich mit meiner Branche die Zukunft anderer positiv gestalten?“
Demokratie beginnt vor Ort
Die zweite Keynote hielt die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Jasmin Riedl. In ihrem Vortrag zu politischer Meinungsbildung, Social Media und Desinformation vor den Kommunalwahlen 2026 machte sie deutlich, wie stark digitale Plattformen gesellschaftliche Wahrnehmungen beeinflussen. Ein zentraler Gedanke ihres Beitrags: „Die kommunale Qualität ist das demokratische Rückgrat unserer Gesellschaft.“ Funktionsfähige Kommunen und verlässliche Infrastrukturen seien entscheidend, um Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken.
Austausch und Ausblick
Der Ingenieuretag zeigte eindrucksvoll, dass sich die Baubranche in einer tiefgreifenden Transformation befindet – technisch, gesellschaftlich und politisch. Umso wichtiger ist der fachliche Dialog über Verantwortung, Qualität und Zukunftsfähigkeit des Bauens. Wir danken der Bayerischen Ingenieurekammer Bau für eine gelungene Veranstaltung und den offenen Austausch beim anschließenden „Come together“.
